Die Ursprünge unseres Betriebs

Tenuta Cocci Grifoni hat sich aus einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb entwickelt, der 1933 von unserem Urgroßvater Vincenzo erstanden wurde, und wo er dann zusammen mit seiner Frau Rosa hinter dem Wohnhaus auf dem Hügel “Colle Messieri” den ersten Weinberg anlegten. Nach seinem Ableben übernimmt sein Sohn Domenico, der erste seiner 3 Kinder, den Betrieb. Domenico heiratet ein Mädchen mit dem Namen Maria, und 1936 kommt unser Vater Guido im Weiler Messieri di Ripatransone auf die Welt.

 

Am Anfang besaßen unsere Großeltern mehrere Anwesen, auf denen vor allem Getreide, Oliven und sich an Obstbäumen hinauf rankende Weinstöcke angebaut wurden. Sie bauten Gemüse an, hielten Stiere und Schweine und züchteten Eierhennen und Kaninchen, die vor den Feiertagen geschlachtet wurden.

Das landwirtschaftliche Abenteuer unserer Eltern begann, als es unseren Großvater nicht mehr gab.

Am Anfang war alles ziemlich improvisiert. Damals, am Anfang der 50er Jahre, besuchte unser Vater das Gymnasium in einem Internat in Ripatransone, und nach dem Ableben unseres Großvaters beschloss er, seine Schullaufbahn zu beenden, um zu seiner verwitweten Mutter nach Hause zurückzukehren. Kurz darauf heiratete er Diana, unsere Mutter, und zusammen widmeten sie sich der Winzerei. Hiermit nahmen sie bereits damals den in späteren Jahrzehnten entstehenden Trend zahlreicher Rechtsanwälte, Ärzte und Manager vorweg, die ihren Beruf aufgaben, um sich mit Weinbau zu befassen. Das Leben auf dem Lande war nicht einfach, und dazu kam auch noch, dass mit den Erträgen ein Teil der ursprünglichen Familie erhalten werden musste. Auf den Feldern und in den Weinbergen unserer Eltern arbeiteten mehrere Familien im Rahmen des in Italien früher üblichen Halbpachtsystems, und Guido führte eine Reihe von Erneuerungen ein, um die Produktivität des Betriebs zu steigern. Er sorgte für bessere Lebensbedingungen für die Halbpacht-Bauern und verbesserte gleichzeitig auch die Landwirtschaft und die Weinherstellung. Damals arbeitete man noch ganz anders als heute: Es gab keine Pflichtenhefte für Qualitätsweine, und im Allgemeinen war die Qualität des im Picener Gebiet hergestellten Weins nicht besonders gut. Er konzentrierte sich auf die Suche nach Methoden, den Erdboden ergiebiger zu machen, und verwendete hierzu natürliche Düngemittel zur Steigerung der Fruchtbarkeit sowie Anpflanzmuster entlang der Höhenlinien, mit denen die Erosion und die Auswaschung des Bodens bekämpft werden kann. Der Boden an sich ist nämlich sehr reich an mineralischen Substanzen, und somit ist es ausreichend, optimale Bedingungen zu schaffen, damit diese Substanzen den Wurzeln der Pflanzen zugänglich gemacht werden können.

In den 60er Jahren investiert Guido weiter in Grund und Boden und kauft nochmals Landstücke für den Weinanbau hinzu. In diesen Jahren kommt 1965 in Contrada Messieri seine erste Tochter Marilena auf die Welt, in einem Zeitraum, in dem er zusammen mit seiner Frau den Beschluss gefasst hatte, mit der Herstellung von Qualitätswein zu beginnen. Einige Jahre später, 1970, wird Paola geboren, und im gleichen Jahr wird der erste Rosso Piceno Superiore, Jahrgang 1969, abgefüllt. Auch im Weinkeller stimmte die Philosophie unseres Vaters so gar nicht mit dem damaligen Mainstream überein.

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