COLLE VECCHIO

Offida D.O.C.G. Pecorino

Visuelle Prüfung: schönes Strohgelb mit leicht grünlichem Schimmer, sehr intensiv und lebendig, kristallklar und konsistent.

An der ersten Nase ist der Wein intensiv, mit balsamischen Noten von Gewürzkräutern, Eukalyptus und Minze. Die zweite Nase erschließt reife gelbe Früchte, Pfirsiche, den Zitrusduft der Bergamotte, sowie eine ausgeprägte Mineralität.

Am Gaumen: Ein intensiver, anhaltender Geschmack, der nicht verblasst; Frische und Würze wirken synergetisch und bilden ein angenehmes Gleichgewicht mit dem stark ausgeprägten, jedoch als durchaus erforderlich empfundenen Alkoholgeschmack. Der Abgang ist sehr lang, sowohl geschmacklich als auch retronasal, mit einem Hauch von Zitrusfrüchten und frischer Salbei.

Empfohlene Serviertemperatur: 8° im Weinglas.

  • Jahrgang der ersten Herstellung: 1990
  • Traubensorten: 100% Pecorino
  • Anzahl der abgefüllten Flaschen: 29.000
  • Bodenart: ton- und sandhaltig, nach Nordwesten ausgerichtet, Höhenlage zwischen 180 und 250 m. ü.d.M.
  • Erziehungsform: Spaliererziehung, Guyot doppelt
  • Ausbeute pro Hektar: 8 Tonnen
  • Vorbereitung und Herstellung: Handlese der besten Trauben, ab der ersten Septemberdekade. Vinifikation nach Weißweinmethode, mit ökotypischen Hefesorten bei kontrollierter Temperatur von 14/16° C
  • Verfeinerung: In Edelstahlbehältern über mindestens 4/6 Monate hinweg, danach in der Flasche über mindestens 12 Monate

Der Weinberg Colle Vecchio ist das Herz unserer jüngeren Weinberge, wo wir seit je die Pecorino Trauben für unseren unverwechselbaren sortenreinen D.O.C.G. Wein anbauen, der seinerseits zur Ikone dieser gebietsheimischen, vom Aussterben bedrohten Weinrebe geworden ist. Umgeben von Calanchi-Canyons und Gebieten mit besonders starkem Gefälle, liegt er inmitten eines Naturgebiets, eines Ökosystems besonderer Bedeutung, in dem sich auch die mittelalterlichen Städtchen Ripatransone, Grottammare und Cossignano befinden, und das sich bis in das Tal des Flusses Tronto im südlichen Teil der Region Marken erstreckt. Im tieferen Bereich des Weinbergs befindet sich der Versuchsweingarten mit nord-westlicher Ausrichtung und mittlerer Konsistenz, leicht lehmhaltig und mit den für Kalkböden typischen pH-Werten. Die hier heranreifenden Trauben haben eine dicke Schale und eignen sich besonders für langlebige, gut strukturierte Weißweine mit viel Polyphenolen und intensivem Aroma.  Die dort anzutreffende Fauna umfasst auch einige seltene nächtliche Raubvögel, die in den kleinen Höhlen der Calanchi-Canyons nisten. Auch tagsüber ist es nicht selten, Wanderfalken oder Exemplare des Schwarzmilans zu beobachten, die hoch in der Luft in der Suche nach Beutetieren ihre Kreise ziehen.